Moon Awooh – die Kritik

moon-awooh-2“Moon Awooh” unter der Regie von Laura-Lee Röckendorfer und Sarah Garderer ist ein Stück für die Allerkleinsten (1,5+). Für das Konzept hat das theater.nuu den Jungwild-Förder-Preis gewonnen. Anne Aschenbrenner war am 26.1.2014 bei der Voraufführung im Dschungel Wien.

Gemeinsam mit den Eltern sitzen die jungen ZuschauerInnen im Kreis um eine blaue Matte, die drei Darstellerinnen Laura-Lee Röckendorfer, Sarah Garderer und Laura Nöbauer spielen, tanzen, singen – oder schaukeln wie der Mann im Mond reiswaffelessend auf einem großen Holzring. Reiswaffeln, das erfährt man dabei, sehen nicht nur aus wie der Mond, man kann sie auch zu einer Sichel knabbern, bis zum Neumond. Das Bühnenbild von Severin Gombocz ist sehr harmonisch in weiß, rot, und jeansblau gehalten. Ein Flaschenzuglampionmond hängt in der Mitte, blau-weiße Stoffbanden sind auf einer Seite der Bühne angeordnet: der Himmel. Und nicht nur die Kostüme, sondern die ganze Performance fügt sich so zu einem stimmigen Ganzen. Im Zentrum des Stückes stehen das Schlafengehen, die Nacht und der Mond – und natürlich auch das Wichtigste: das Frühstück am nächsten Morgen. Text kommt vor, sparsam, kleinkindgerecht in Wortwahl und Syntax. Viel wichtiger aber als Worte ist das Spiel und die Musik, die abwechselnd die Führung übernehmen. Musik gemacht wird auf der Bühne live, mit Maultrommel, Ziehharmonika, Töpfen und Tassen – hörenswert und zum Zerkugeln: Laura-Lee Röckendorfer gurgelt und blubbert die Hintergrundmusik mit Strohhalm und Kakao. Der Ziehharmonika-Walzer kann durchaus ins fixe Gute-Nacht-Lieder-Programm übernommen werden – bitte auf youtube stellen! ;)
Highlight der Vorstellung ist aber zweifelsohne das Frühstückmachen: wie bei good old Pippi Langstrumpf wird da Kakao und Zucker und Milch auf der Bühne gemixt und gerührt – und großzügig gepatzt und verschüttet. Und Kakao gibt es dann auch am Ende für das junge Publikum. Pippifeine Performance mit viel Komik und Poesie. Die Uraufführung von “Moon Awooh” findet im Rahmen des Festivals von 7. bis 12. Februar 2014 statt. (Text: Anne Aschenbrenner; Fotos: jungwild/ Dschungel Wien/theater.nuu)

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